Die „Kölner Klagemauer“ – Antisemitismus im Schatten des Doms

Mitten auf der Domplatte in Köln wird täglich gegen Israel gehetzt und Verständnis für den palästinensischen Terror gezeigt. Widerstand gibt es bisher kaum dagegen, die sogenannte „Kölner Klagemauer“ gilt vielmehr als Touristenattraktion.

Seit gut 20 Jahren gibt es die „Kölner Klagemauer“ bereits und sie ist längst zu einem Stück Normalität geworden. Dabei waren die Themen der Stellwände einmal andere, erst seit der Neuauflage der Klagemauer im Juni 2004 beleuchtet der Initiator Walter Herrmann auf seine ganz eigene Art den Nahostkonflikt und bietet reichlich Raum für antisemitische Tendenzen und Hetzparolen gegen Israel.

Der pensionierte Lehrer Herrmann baute seine Klagemauer erstmals in den 80er Jahren auf, damals noch in der Schildergasse. Thema war der Protest gegen Obdachlosigkeit und Wohnungsnot. 16 Mal räumten Ordnungsamt und Polizei die Installation, 1991 platzierte Hermann die Klagemauer dann vor dem Kölner Dom. Doch auch die Domkirche setzte rasch die Räumung durch. Kurz darauf wurde die damalige Zusammenstellung auch in New York, London und Jerusalem ausgestellt. 1992 bekam die Mauer in Köln einen neuen Teil, der sich ausschließlich mit Hiroshima und Nagasaki beschäftigt. Im Oktober 1996 ließen Domkapitel und Stadt die Klagemauer abreißen, woraufhin unterschiedliche Organisationen die Anmeldung der Aktion „Die tägliche Klagemauer“ als Demonstration übernahmen. 1997 entschied das Oberlandesgericht Den Rest des Eintrags lesen. »

Tags: , , , ,